Donnerstag, 19.03.2026 um 16 Uhr
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung Chamäleons and Butterflies. Bibliodiversität im Zeitalter der Bibliophagie des Künstlers im IcI Berlin statt. Die Adresse lautet: Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin.
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Donnerstag, 19.03.2026 um 16 Uhr
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung Chamäleons and Butterflies. Bibliodiversität im Zeitalter der Bibliophagie des Künstlers im IcI Berlin statt. Die Adresse lautet: Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin.
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Mittwoch, 18.03.2026, 19 Uhr
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung 'ma__n-if–––est' der Künstlerin bei HAUNT statt. Die Adresse lautet: Kluckstraße 23 A / Hof, 10785 Berlin. Die Ausstellung 'ma__n-if–––est' ist Teil einer zweiteiligen Zwei_Personen_Ausstellung gemeinsam mit dem multidisziplinären Künstler Noé Sendas, die ebenfalls im Mai 2026 bei Kindred Spirit Projects in Lissabon präsentiert wird.
| Kate Albrecht Fulton, Coordinates that Locate a point on a line, 2022 |
Visibility is not simply a matter of scale, illumination, or central placement. It is a negotiation between context, attention, and intention.
In the exhibition 'ma__n-if–––est' Kate Albrecht Fulton's works variously confront, subvert, and embrace visibility as a condition of their existence. Some demand to be seen: they are bold, urgent, and unignorable. Others recede, or hide in plain sight — relying on curiosity, or slowness for their discovery. Together, they explore how visibility intersects with power, access, dispossession, and vulnerability.
In her artistic practice that encompasses sculptural objects, spatial installations and architectural interventions, Kate examines the politics and tensions between the visible and the unseen to construct a psychological terrain that resides between abstraction and representation. She uses plasterboard like a skin to embed, conceal, reorient and graft entire objects into the architecture of galleries, creating presences whose belonging and origins are buried deep beneath the surface of visibility.
Working with the ambivalent states of concealment and withdrawal, Kate's practice re-presents the remnants of existences that have been discarded, are in the process of disappearing or have long been erased from our awareness. She uses found and repurposed materials from the cast out elements of the urban environment to build subtle discrepancies and disturbances into existing infrastructures. Resulting in shifts in perception and meaning and the introduction of minimal disruptions into the system of the familiar.
Die Künstlerin wurde 1974 in Australien geboren und lebt seit 2008 in Berlin.
Freitag, 06. März 2026, um 15 Uhr
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung PUNKTSPIEL von Johannes Regin in der Galerie Inga Kondeyne statt.
Punktspiel - deutet auf einen eigenwilligen Resonanzraum, der das Flüchtige, das Übersehene und das überhaupt Unperfekte umkreist. Die leisen Punktspiele von Johannes Regin fordern genaues Sehen und geduldiges Wahrnehmen ein. Kleinste Abweichungen, Spannungsverschie-bungen im Rhythmus seiner Punktraster, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenreste können in unser Bewußtsein rücken. Regin lässt sich auf das von ihm ausgewählte Material ein. Er weiß sofort, wie groß seine unzählbaren Punkte zu sein haben, erkennt, ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Material hineingestochen, -gestanzt oder reingemeißelt werden müssen. Fundstücke sind ein Gegenüber für ihn, er schaut in ihre Geschichten hinein. Liniengleiche Risse, klaffende Brüche - all diese Ebenen führt er mit seinen Überzeichnungen in ihrer Komplexität zusammen. Sanft berührend oder hart gesetzt, wird ein Schwebezustand hervorgerufen. Im Kontrast können die Rasterpunkte rhythmisierend zu überflutenden Wellen werden. Die Erinnerungsspuren unseres eigenen Netzwerkes schwingen mit, sie sind nicht fest-geschrieben. Sein eigenes minutiöses Regelwerk unterläuft Regin zunehmend mit selbst verursachten Spuren. Kräftige Farben kommen von den Rändern aus mit ins Spiel. Er fordert so weitere Eigenbewegungen heraus.
Mittwoch, 04. März 2026 um 19 Uhr
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung Beton der Künstlerin bei Rahmen & Kunst in der Winsstraße 70, 10405 Berlin statt.
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Tatiana Echeverri Fernandez arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Installation, Performance und technologischer Materialforschung. Ihre Praxis untersucht die Wechselwirkungen von Natur, industriellen Prozessen und digitaler Produktion im Kontext des Anthropozäns.
Im Zentrum stehen Fragen nach Materialgedächtnis, Transformationsprozessen und den kulturellen Narrativen von Fortschritt. Mit Verfahren wie 3D-Druck in Ton, hybriden Materialkombinationen und performativen Settings entwickelt sie Arbeiten, die technologische Systeme nicht nur nutzen, sondern kritisch reflektieren.
Ihre Projekte bewegen sich zwischen archäologischer Rekonstruktion und spekulativer Zukunftsforschung. Sie versteht Skulptur als prozessuales Gefüge – als Ort, an dem Körper, Maschine und Umwelt in ein temporäres Beziehungsnetz treten.
Samstag, 14. Februar 2026, 16.30 Uhr
Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19 Uhr.
Das Gespräch findet im Atelier des Künstlers statt.
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Der Maler René Wirths interpretiert was er in der Welt vorfindet. Von einem beobachtenden Hyperrealismus kommend, vergleicht er heute seinen Malprozess mit dem Komponieren von Musik, wobei die Motive seine Partituren bilden: Der Künstler weiß zu Beginn nicht, wie das Bild am Ende aussehen wird. In einem langsamen Prozess des Aushandelns zwischen Realismus und psychedelischer Auflösung werden die Strukturen auf den Gemälden zunehmend unabhängig von den Motiven.
In einer beinahe mathematischen Präzision entstehen so Kompositionen aus Rhythmus und Klang. Wie beim Jazz spiegeln seine Werke die Logik gekonnter Improvisation innerhalb eines festgelegten Scores wider und lassen uns die vermeintlich objektive Welt mit sehr subjektiven Augen wahrnehmen.
In seinen neueste Arbeiteten, den PAINTING PAINTINGS, interpretiert er ikonische Bilder der Malereigeschichte von der Renaissance bis in die Gegenwart. Parallel entstehen die SCRIPTURE PAINTINGS, in denen die geschriebene Sprache selbst zum Bild wird und ihre Begrifflichkeiten eine Auflösung ins Abstrakte erfahren.
René Wirths wurde 1967 in Waldbröl geboren und wuchs in West-Berlin auf, wo er in den Neunziger Jahren an der HdK bei Prof. Wolfgang Petrick Kunst studierte.
www.renewirths.de
Mittwoch, 26. November 2025, 19:00 Uhr
Das Gespräch findet in den Uferhallen, Uferstrasse 8, 13357 Berlin, Atelier Blumenstein, Eingang B13 statt.
Die aktuellen Arbeiten von Antje Blumenstein sind der Bildhauerei und der Installation zuzuordnen, wobei Fläche, Linie, Farbe, Licht und Transparenz im Vordergrund stehen. Sie nehmen den Raum physisch ein und lassen auch die Betrachtenden aktiv teilhaben. Bereits seit einigen Jahren verarbeitet die Künstlerin fluoreszierende Acrylglasplatten als zentrales Material, denen durch eine spezielle Herstellungsweise die Eigenschaft innewohnt, natürliches Sonnen- oder Umgebungslicht einzufangen und es an den Rändern zu streuen, wodurch ein faszinierendes Leuchten entsteht.
Die Künstlerin wurde 1967 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Auf ihr Grafik-Design Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg folgte das Studium Malerei und Grafik an der HfBK Dresden, das sie 1999 als Meisterschülerin bei Prof. Eberhard Bosslet abschloss.
Mittwoch, 12. November 2025, 18:30 Uhr
Das Gespräch findet in der Prenzlauer Promenade 149-152, 13189 Berlin, Aufgang C, 3. OG, Raum 367, statt.
Mittwoch, 05. November 2025, 19 Uhr
Das Gespräch findet im Atelier der Künstlerin statt.
Anna-Lena Wenzel ist in verschiedenen Rollen im Kunstfeld unterwegs – als Künstlerin, Kuratorin, Kritikerin und Vermittlerin. Unter anderem schreibt sie regelmäßig für das Berliner Kunstmagazin von hundert und war von 2019 bis 2024 Co-Leiterin des Projektraums Kleiner Raum für aktuelles Nichts in Kreuzberg. Mit Wissensspeicher (2015/16) und Klassenfragen – Kunst und ihre Produktionsbedingungen (2022/23) hat sie zwei Ausstellungen mit der nGbK realisiert und in der Galerie im Saalbau zu Formen des Kollektiven ausgestellt. Sie betreibt das Online-Stadtmagazin 99% Urban und den Radiosalon für Alltägliches – eine Sendung beim Freien Künstlerradio reboot.fm.
Zentrales Anliegen ihrer Praxis ist das In-Beziehung-setzen – seien es Menschen und künstlerische Arbeiten in ihrer kuratorischen Arbeit oder das Zueinander-stellen in ihren Collagen. Zudem sammelt sie Fundstücke im öffentlichen Raum, mit denen sie Fragen nach In-Wertsetzung-Prozessen und Urheberschaft aufwirft.
www.alwenzel.de
www.99prozenturban.deMittwoch, 15. Oktober 2025 um 18 Uhr.
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung der Künstlerin nähen nähen nähen in der ZWINGER Galerie, Mansteinstraße 5, 10783 Berlin statt.
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| Stefan Römer, Die Erweiterung des Alphabets, 1986, vier S/W-Fotografien aus dem Zyklus |
Künstler:innen sind Spezialist:innen der Politik der Darstellung. Das ist unsere Chance, etwas gegen die aktuelle Unterdrückung von Kunstfreiheit, Redefreiheit und gegen Einschüchterungsversuche zu unternehmen, die uns weltweit entgegenschlagen.In meiner künstlerischen Forschung experimentiere ich mit einem transmedialen Ansatz (postpanoptisch, feministisch und postkolonial), den ich „de-konzeptuell“ nenne, wie ich es in meinem Buch „Inter-esse“ formuliert habe.Das erscheint mir mit einer Praxis künstlerischen Schreibens möglich, dies kann als eine Technik der Selbsterforschung nicht hoch genug bewertet werden. Schrift als Selbsterforschung, Selbstverteidigung und Selbstermächtigung ist eine Grundlage meiner künstlerischen Forschung. Insofern zeichnet sich meine Praxis nicht primär durch die Originalität eines material-medialen Kriteriums aus. Es sei denn, man fasst Sprache im Sinne der Konkreten Poesie als Material auf.Mich interessiert ein vielfältiger Umgang mit Sprache: Rede/Sprachvermögen, Sprachbild/Visuelle Poesie, Wortwitz, Gesang, Kunstkritik und Kunsttheorie. In meinen Filmen setze ich z. T. „psychotische“ Sprachmontagen ein, in denen sich viele Text-Ebenen überlagern. Auch das Buchmedium nimmt eine besondere Stellung ein, weil es oft zur Veröffentlichung dient.Da ich mich als „post-studio artist“ verstehe, findet dieser Werktalk im Projektraum Spor Klübü statt, wo letztes Jahr meine letzte Einzelausstellung zu sehen war. Mit dem Begriff „post-studio art“ ist eine gemeinschaftsorientierte und ortsspezifische Kritik der traditionellen Produktionsform des singulären Kunstwerks gemeint, die nun leider schon seit einigen Jahren nicht mehr aufgeht. Die Kluft zwischen den heute unversöhnlichen Bereichen: Galerie- und Museumskunst, Freie Szene und Research Art wird durch gesellschaftliche Konflikte immer weiter aufgerissen. Im Kulturkampf der aktuellen Kürzungen, Repressionen und Kriege erfahren wir Künstler:innen verschärfte Existenz- und Produktionsbedingungen.Stefan Römer arbeitet als Künstler* und Kunsttheoretiker*. Er initiierte das politaktivistische Kunstkollektiv „FrischmacherInnen“ in Köln (1993–2000), organisierte mit Studierenden die „Commune des Arts 2001“ an der Kölner KHM, wurde im Jahr 2000 mit dem Preis für Kunstkritik des AdKV ausgezeichnet, war 2020-22 Stipendiat des Programms für künstlerische Forschung Berlin, erwarb eine Promotion in Kunstgeschichte und hatte Professuren an verschiedenen Instituten im In- und Ausland inne.Seit 1981 ist Stefan Römer nicht nur Vegetarier, sondern verbindet auch ein ökologisches und ethisches Bewusstsein mit seiner Kunst. Zu seinem Film Conceptual Paradise (2006) hat er ein umfangreiches Webarchiv auf der ZKM-Website konzipiert:zuletzt erschienen: Stefan Römer, DeConceptualize – Zur Dekonstruktion des Konzeptuellen in Kunst, Film, Musik, Berlin 2022
Mittwoch, 25. Juni 2025 um 19 Uhr
Das Gespräch findet im Atelier des Künstlers statt.
| Jeroen Jacobs, Ohne Titel, 2024, Kunststofffolie, Holz Acrylack, 195 x 95 x 90 cm, Foto: Andreas Bunte |
Donnerstag, 15. Mai 2025, 18 Uhr
Das Gespräch findet in der Ausstellung der Künstlerin in der Zitadelle Spandau statt.
| Alex Müller, Alexandraplatz, 2025, Ausstellungsansicht, Zitadelle Spandau, Foto: Stefan Korte |
Alex Müller schafft Räume und inszeniert sie als begehbare Bilder. Ihre Arbeiten verwandeln oft organische Materialien wie Äpfel oder blaue Mohnblumen und Gegenstände aus der alltäglichen Realität in fantastische, paradoxe und rätselhafte Arrangements. Neben autobiografischen Quellen spielt das kulturelle Gedächtnis einer medial geprägten Gesellschaft eine zentrale Rolle bei der Entstehung dieser Konstellationen. Die Inspiration durch Fernsehserien aus Kindheit und Jugend der Künstlerin, ihre Bewunderung für Filmemacher wie Peter Greenaway und ihre Faszination für mythologisches und astrologisches Wissen, aber auch die deutsche Geschichte, die deutsche Teilung und die Ost-West-Konstellation ihrer Familie spielen dabei eine große Rolle. Dementsprechend changieren Alex Müllers Arbeiten zwischen Identifikation und Mysterium, Sinnstiftung und Hermetik.
Nach einer längeren malerischen Außeinandersetzung mit dem Ornament und seiner Anwendung im Interieur beschäftigt sich Anna Slobodnik in ihren aktuellen Arbeiten immer stärker mit den Objekten des Interieurs selbst. Das Ornament verschwindet dabei nicht. Es verlagert sich auf die Gegenstände, bzw. können auch die Gegenstände in ihrem seriellen Auftreten als Teile eines Ornaments betrachtet werden.
Dabei treten neben formalen Fragen nach Figuration, Format und Farbe, Fragen nach der Form, dem Gebrauch, der Unterscheidung und der Nutzung der abgebildeten Objekte in den Vordergrund. Wie wählen wir die uns in unserem alltäglichen Umfeld umgebenden Gegenstände aus? Welche Rolle können Gegenstände bei der Speicherung und Verarbeitung von Erinnerung einnehmen und (wie) unterscheiden sie sich dabei von Kunstobjekten? Wie verändert sich das Objekt durch die malerische Bearbeitung? Wird das der Nutzbarkeit entzogene gemalte Objekt zum Fetisch oder bleibt es seinem ursprünglichen Sein treu?
Diesen Fragen geht Anna Slobodnik unter dem Motto "Möbelhaus" und mit Serien zu Türen, Lampen, Stühlen, Vasen, Gläsern, Teekannen und allgemein Küchengeräten nach.