Ulrike Mohr

Mittwoch, 13. Mai 2026, 18 Uhr

Das Gespräch findet im Atelier der Künstlerin statt.

Ulrike Mohr, Weidenholzkohle, 2026,
Faden, geknotet, 42 cm x 32 cm x 16 cm 


As a sculptor and drawing artist, Ulrike Mohr works from the material itself, developing her practice in close relation to the history and context of each site. Her artistic practice moves between drawing and sculpture, installation and conceptual works. In resonance with the idea of Arte Povera, Ulrike Mohr engages materials such as paper, wood, charcoal, salt, water, chalk, and stone, emphasizing process, transformation, and the inherent qualities of matter.

Her works are presented in numerous international solo and group exhibitions, as well as in institutional contexts, including the 5th Berlin Biennale and the Momentum Nordic Biennial. She is the recipient of several awards and has realizes a number of public art projects and international artist residencies, most recently at the Nordic Artists’ Centre Dale, Norway, in 2024. Since 2015, Mohr initiates and directs the interdisciplinary, collaborative art project “WECHSELRAUM”, and is part of the Frontviews Collective Berlin, Haunt – a center for urban ecology and exhibition space dedicated to experimental art and critical discourse.

www.ulrikemohr.de


Viola Bittl

 Samstag, 18. April 2026 um 16 Uhr

 

Das Gespräch findet statt in der aktuellen Ausstellung der Künstlerin,

in der Walter Storms Galerie, Potsdamer Str. 81 A, 10785 Berlin.

 

Viola Bittl, sieben jahre, Installationsansicht, Walter Storms Galerie, Berlin, 2026

Foto: Cem Yuecetas




Mit der Einzelausstellung sieben jahre präsentiert die Walter Storms Galerie einen Überblick über die Werke der vergangenen 7 Schaffensjahre von Viola Bittl. 
 
Die Ausstellung markiert einen Moment der Rückschau, der zugleich als Endpunkt und Neubeginn lesbar ist. 
Der Titel fungiert zunächst als zeitliche Klammer. sieben jahre versteht Zeit nicht als lineare Erzählung, sondern als Verdichtung. Als Zeitraum in dem sich Prozesse, Ideen und formale Entscheidungen bündeln und in der Ausstellung zusammengeführt werden. In Bittls Malerei wird Zeit nicht abgebildet, sondern schreibt sich als Spur in die Schichtung der Farbe ein.
Bittl greift in ihren Bildern die gedankliche Klarheit und reduzierte Formensprache der Moderne auf. Sie hinterfragt die historischen Grenzen der Abstraktion und entwickelt eine Bildästhetik, die geometrisch-biomorphe Formen mit kunsthistorischen Bezügen verbindet und neu verhandelt.









Laurence Egloff

Mittwoch, 15. April 2026 um 18 Uhr

Das Gespräch findet im Atelier der Künstlerin statt.

 

Laurence Egloff, Ohne Titel (23.03.2026),
Öl auf Leinwand (40 x 30 cm), 2026



Ich habe ein starkes Interesse an Wiederholungen und Variationen, da ich in den Techniken des Druckbildes (Siebdruck, Gravur, Lithografie) ausgebildet wurde. Dies  spiegelt sich in meiner bildnerischen Praxis wider. Durch eine Wiederaufnahme bestehender Bilder, die sowohl aus dem gemeinsamen figurativen Repertoire (Verpackungen von Konsumgütern, Kinderbilder, Familienfotos) als auch aus der Kunstgeschichte (Tiepolo, Botticelli, Velázquez, Goya, Tintoretto, David...) stammen, vollziehe ich eine Aneignung der Bilder, eine Art Kodierung. 
Für mich geht es darum, diese Bilder in meine eigene plastische Sprache zu übersetzen, auf Leinwand, Papier, Wandteppichen und anderen nicht „edlen", einfachen Trägern. 
Durch mein wiederholendes Zeichnen integriere ich einige dieser Motive, ohne dabei ihren figurativen oder narrativen Aspekt wiederzugeben, sondern indem ich meine eigene räumliche Lesart davon vermittle. Diese ist ganz bewusst neutral und mechanisch in ihrer Ausführung. Von ihrer ursprünglichen Bedeutung befreit, erhalten diese Bilder ein Eigenleben und fügen sich in ihre neue Welt ein.
Ich stelle nach dem Malen fest, dass die Motive, sobald sie ihrer narrativen Bedeutung entledigt sind, für den Betrachter, die Betrachterin wieder erkennbar werden. Sie vermitteln ihm ein Gefühl einer Vertrautheit auch wenn er nicht in der Lage sein kann, (da er den Ursprung nicht kennen kann,) den tatsächlichen ursprünglichen Grund dieses „Déjà-vu" zu benennen.
Laurence Egloff