Mittwoch, 04. März 2026 um 19 Uhr
Das Gespräch findet in der aktuellen Ausstellung Beton der Künstlerin bei Rahmen & Kunst in der Winsstraße 70, 10405 Berlin statt.
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Bewohnte und verlassene, entwertete, zerstörte oder unvollendete Großstadtarchitektur und utopische Bauobjekte sind zentrales Thema Eva-Maria Wildes Arbeit, das sie in Collagen, Malereien, Objekten und Installationen behandelt. Diese Versatzstücke urbaner Strukturen werden durchbrochen und erweitert durch Schaltpläne kultureller Anwendung: Bilder, die Auflistungen einer individualisierten Sicht und Praxis verschiedener Ikonographien, Epochen und Kulturkreise sind. Es sind Gedächtniskarten über die Entstehung, Verbreitung und Weiter-entwicklung unseres kulturellen und gesellschaftlichen Verstehens und Erinnerns, deren Manifestation in der gebauten Architektur sichtbar wird. In begehbaren All-over Rauminstalla-tionen stellt Wilde Malerei, Collagen aus Found Footage, Lackbilder, Turmskulpturen und Objekte gegenüber. Fotografische Notationen ihrer Reisen verdichtet Wilde in sorgfältig gestalteten Fotobüchern zu einem vielschichtigen komplexen Erinnerungsspeichern.
Eva-Maria Wilde wurde 1972 in Dresden geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte von 1991-97 an der HFBK Dresden und war von 1997-99 Meisterschülerin ebenda. Wilde erhielt das sächsische Landesstipendium, das Atelierstipendium der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank AG in Frankfurt am Main und den Marion Ermer und den Hegenbarth Preis. Ihre Arbeiten sind in verschiedenen Sammlungen, wie der Hessischen Landesbank FFM, der Kunstsammlung Bosch Berlin und der Kunstsammlung der Deutschen Bank AG vertreten.
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